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Hyperakusis was ist das?

IVSHT - Institut für Selbstmanagement bei Hörstörungen und Tinnitus

Hyperakusis
was ist das?


Hyperakusis - was ist das? 

Unter dem Begriff »Hyperakusis« werden unterschiedliche Phänomene der akustischen Überempfindlichkeit zusammengefasst.
Diese „Überempfindlichkeit“ kann sowohl gegenüber Lautstärke als Gesamtes bestehen und/oder gegenüber einzelnen Tönen (Frequenzen) z.B. sehr hohen Tönen. Alltägliche Geräusche wie z.B. Hundebellen, Lachen, Telefonklingeln, Weckerläuten oder laute Staubsauger, können so zur Qual (Schmerz) werden und manchmal auch panische Angst auslösen.
Menschen mit Hyperakusis haben ein normales Gehör. Sie können nicht "besser als sonst jemand" hören, aber ihre Toleranzgrenze gegenüber bestimmten Geräuschen und Geräuschpegeln, die gewöhnlich als normal betrachtet werden, ist niedriger.
Man geht heute davon aus, dass keine "organische" Schädigung im Ohr oder Hörsystem vorliegt, sondern dass Signale nicht richtig verarbeitet oder weggefiltert werden können.
Aus verhaltensmedizinischer und verhaltenstherapeutischer Sicht, gelten die gleichen Interventionsstrategien wie bei Tinnitus. Diese können Sie unter „Selbstmanagement – Inhalte“ nachlesen oder in den beiden Download-Artikel auf „Tinnitus – was ist das?“
Wichtig ist, dass Menschen mit Hyperakusis lernen, Geräusch nicht zu vermeiden. Weder durch Stille noch durch Ohrenstöpsel soll Abhilfe geschaffen werden. Durch Vermeidung und Entzug alltäglicher Geräusche und Alltagslärm, verlernt das Gehirn, was es damit tun soll und die Geräuschempfindlichkeit verstärkt sich. Um sich den gefürchteten Geräuschen schrittweise wieder aussetzen zu können und das Gehirn zu trainieren, damit es die Überempfindlichkeit "verlernt", dabei hilft das verhaltenstherapeutische Selbstmanagement.
In schweren Fällen kann auch eine regelrechte Phonophobie, das ist eine Angst vor Geräuschen, auftreten. Dies führt meist zu sozialem Rückzug und Vermeidung von jeglichen Aktivitäten an Orten wo unkontrollierbare Geräusche erwartet werden. Hier hilft in der Regel nur eine längerfristige Psychotherapie (Verhaltenstherapie).

Lärm ist Stress!

Wenn es Zeiten gibt, wo Geräusche oder Lärm nervös machen, so muss das keine Hyperakusis sein, sondern es kann ein Zeichen dafür sein, dass man aufgrund von z.B. Arbeitsstress, vielen alltäglichen Anforderungen oder emotional fordernden Ereignissen unausgeglichen und belastet ist.
Lärm gilt in der Sozialpsychologie als aversiver Reiz. Aversion bedeutet Ablehnung. Der Organismus neigt dazu, auf bestimmte Reize mit Abwehr und Unlust zu antworten. Die Folge kann im Extremfall Agression oder Flucht sein. Geruch, Enge und Hitze sind ebenfalls aversive Reize.
Sollten Sie erkennen, dass ein solcher Mechanismus bei Ihnen auftritt, kann eine psychotherapeutische Beratung Klärung für das weitere Vorgehen bringen.

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